Vereine im Wandel: Wie Sportentwicklungsplanung hier aktiv unterstützen kann
#Sportentwicklungsplanung
Sportvereine sind das Rückgrat der kommunalen Sportlandschaft. Sie bieten nicht nur Bewegung und Training – sondern auch Gemeinschaft, Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich rasant: Mitgliederschwund, fehlender Nachwuchs im Ehrenamt und steigende Betriebskosten belasten viele Vereine. Gleichzeitig eröffnet die Sportentwicklungsplanung neue Chancen – wenn Vereine frühzeitig und aktiv eingebunden werden.
Vereine als zentraler Partner im kommunalen Sport
Mit über 87.000 Sportvereinen in Deutschland und rund 23 Millionen Mitgliedern bilden Vereine das Herzstück der organisierten Bewegung. Vereine:
- stellen Sportangebote für alle Altersgruppen bereit
- fördern Integration, Inklusion und soziale Teilhabe
- übernehmen Bildungs- und Erziehungsfunktionen
- betreiben und pflegen Sportstätten
- engagieren sich ehrenamtlich und bürgerschaftlich
Doch viele dieser Aufgaben geraten unter Druck.
Herausforderungen für Vereine: Der Wandel ist spürbar
- Mitgliederrückgang: Besonders kleine und mittelgroße Vereiene verlieren an Attraktivität – auch durch veränderte Freizeitgewohnheiten.
- Ehrenamtsmangel: Immer weniger Menschen wollen oder können sich langfristig binden – Vorstände und Übungsleitungen fehlen.
- Finanzierungsdruck: Steigende Kosten (z. B. Enegie, Instandhaltung) und sinkende Zuschüsse gefährden die wirtschaftliche Stabilität.
- Infrastrukturprobleme: Alte Hallen, fehlende Räume oder begrenzte Zeiten erschweren moderne Angebote.
Sportentwicklungsplanung: Chance für Vereine, aktiv mitzugestalten
Eine gut konzipierte Sportentwicklungsplanung bietet Vereinen nicht nur Gehör – sondern konkrete Handlungsperspektiven.
So können Vereine eingebunden werden:
- Beteiligung in Dialogformaten: Workshops, Interviews, (Online-) Befragungen
- Datenbasierte Bedarfserhebung: Wie werden Anlagen genutzt, welche Angebote fehlen, wo gibt es Engpässe?
- Mitwirkung bei Prioritäten: Welche Hallenzeiten, Investitionen oder Kooperationen sind wirklich relevant?
- Kooperationen mit Kommunen und anderen Trägern: Neue Allianzen für geteilte Nutzung, Förderprojekte oder Betriebskonzepte.
Das Ergebnis: Planung mit statt über Vereine – für tragfähige Lösungen und nachhaltige Strukturen.
Praxisbeispiel: Beteiligung, die wirkt
In verschiedenen Projekten hat Flowcon gemeinsam mit Kommunen und Vereinen Beteiligungsprozesse durchgeführt – von der Vereinsbefragung bis zum Runden Tisch. Dabei zeigt sich:
Vereine bringen wertvolles Wissen in den Planungsprozess ein – etwa über bestehende Nutzergruppen, infrastrukturelle Engpässe oder regionale Besonderheiten. Wer sie frühzeitig einbindet, schafft Vertrauen und legt die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Das erhöht nicht nur die Akzeptanz geplanter Maßnahmen, sondern fördert auch den langfristigen Dialog zwischen Kommunen und Verein. Gleichzeitig entstehen konkrete und praxisnahe Handlungsvorschläge – zum Beispiel zur effizienteren Hallennutzung, zur Entwicklung neuer Zielgruppenangebote oder zur Kooperation mit Schulen, Kitas und anderen Akteueren vor Ort.
Unsere Projekte finden Sie hier
Fazit: Planung, die Vereine stärkt
Sportentwicklungsplanung ist mehr als Infrastrukturplanung. Sie ist eine Einladung an alle Akteure, die kommunale Sportlandschaft aktiv zu gestalten – mit den Vereinen im Zentrum.
Kommunen, die ihre Vereine beteiligen, profitieren doppelt: Sie erhalten praxisnahe Lösungen und stärken gleichzeitig das ehrenamtliche Rückgrat ihrer Sportlandschaft.
Sie möchten Ihre Vereine in der kommunalen Planung aktiv einbinden?
Flowcon begleitet Kommunen, Vereine und Verbände bei Analysen, Beteiligung und Umsetzung von Sportentwicklungsplanung.


